•••

Staatsregierung gibt offensichtlich Ablehnung der Süd-Ost-Trasse auf

In der von Ministerin Aigner selbst aufgestellten Formel "2 Trassen minus x" scheint x nun "null" zu sein, d.h. die bayerische Staatsregierung konnte in Berlin offensichtlich, trotz aller Versprechungen des Ministerpräsidenten die Süd-Ost-Trasse mit aller Macht verhindern zu wollen, nichts für die bayerische Bevölkerung durchsetzen und legt jetzt selbst einen faulen und unakzeptablen Kompromissvorschlag vor, in dem v.a. Nordostbayern geopfert wird.  

 

Aktionsbündnis gegen die Süd-Ost-Trasse

(Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!)

 

An Frau

Staatsministerin Ilse Aigner

Bayerisches Staatsministerium für Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie Prinzregentenstraße 28

80538 München

 

Bericht des Bayerischen Rundfunks über neue Trassenpläne der bayerischen Staatsregierung

 

18.05.2015

Sehr geehrte Frau Staatsministerin Aigner,

zu unserer großen Verwunderung berichtet der Bayerische Rundfunk u.a. auf seiner Internetseite aktuell über neue Trassenpläne des bayerischen Wirtschaftsministeriums, die einen grundlegenden Richtungswechsel anzudeuten scheinen: http://www.br.de/nachrichten/aigner-suedlink-stromtrasse-100.html

Es ist im Bericht davon die Rede, dass der sogenannte SuedLink im Sinne einer „fairen Lastenverteilung“ nach Westen verschoben werden soll. Weiter heißt es: „Wenn neue Stromtrassen von Nord nach Süd tatsächlich nötig sein sollten, will die CSU-Staatsregierung davon nur eine auf eigenem Gebiet. Aigner verlangt, dass die geplante SuedLink-Trasse nach Westen verschoben wird – statt durch Bayern soll sie dann hauptsächlich durch Hessen und Baden-Württemberg verlaufen.“ Der Ministerpräsident spricht nun auch offen über die Möglichkeit des Baus der Süd-Ost-Trasse, obwohl er gerade diese Trasse bis jetzt immer vehement als unnötig und besonders schädlich abgelehnt hat. So heißt es im Bericht: „Die Wechselstromtrasse nach Grafenrheinfeld, der Ostlink unter Nutzung bestehender Trassen nach Ingolstadt oder Landshut als Endpunkt, und von dem Südlink ein Stumpf nach Gundremmingen. Das ist unser Gesprächsangebot."

Damit widerspräche die neue Linie nicht nur eklatant den mehrfach vor Öffentlichkeit und Medien getroffenen Aussagen des Ministerpräsidenten, dass die Süd-Ost-Trasse „nicht kommen wird“, es würde auch bedeuten, dass die bayerische Staatsregierung offensichtlich bereit wäre, große Teile v.a. Nordbayerns für einen faulen Kompromiss zu opfern, um mit der Verschiebung des SuedLinks nach Westen doch noch einen ohnehin nur scheinbaren Minimalerfolg zu erzielen. Tatsächlich wäre ein solches Szenario jedoch einer der größten Misserfolge der bayerischen Staatsregierung seit Beginn der großen Koalition und würde ihrem Ansehen in der Bevölkerung großer Teile Bayerns erheblichen Schaden zufügen, da in der Formel „2 minus x“ die Unbekannte auch bei einer Westverschiebung des SuedLinks „null“ wäre; die bayerische Staatsregierung hätte in Berlin also nichts für die bayerischen BürgerInnen erreicht und eine echte dezentrale Energiewende, von der auch Bayern profitieren würde, wäre dann nicht mehr möglich.

Durch die augenscheinlich neuen Entwicklungen sind die Menschen nicht nur in den betroffenen Gebieten aufgebracht und die Medien berichten derzeit flächendeckend. Da die Pressestelle des Aktionsbündnisses gegen die Süd-Ost-Trasse, d.h. dem Zusammenschluss von mehr als 70 Bürgerinitiativen gegen die unnötige Süd-Ost-Trasse, auf Grund zahlreicher Anfragen Stellung gegenüber Presse und Medien beziehen muss, bitten wir Sie um eine möglichst umgehende Klarstellung, ob die bayerische Staatsregierung nun tatsächlich erstmals beide Trassen akzeptiert und damit zur Enttäuschung hunderttausender Bayern von dem wiederholt geäußerten Versprechen abrückt, die Süd-Ost-Trasse mit aller Macht verhindern zu wollen?

Mit freundlichen Grüßen

[elektronisch erstellt, ohne Unterschrift gültig]

Pressestelle des Zusammenschlusses Aktionsbündnis gegen die Süd-Ost-Trasse

 

•••

Feuer & Flamme gegen die Süd-Ost-Trasse: 

3000 Menschen protestieren in Pegnitz

Die Veranstaltung „Feuer & Flamme gegen die Süd-Ost-Trasse“ am 31.1. in Pegnitz war ein voller Erfolg! Zwei Tage vor dem Ende des Energiedialogs der Bayerischen Staatsregierung und fast exakt ein Jahr nach den „Amprion-Veranstaltungen“ in Kulmbach, Nürnberg und Donauwörth, setzten nach der offiziellen Schätzung des Pegnitzer Polizeichefs ca. 3000 Menschen mit der gleichen Anzahl Fackeln ein deutliches Zeichen, dass der Widerstand gegen die unnötige Süd-Ost-Trasse mehr als lebendig ist und sich offensichtlich sogar noch weiter steigert.

Trotz Kälte und teilweise widriger Straßenverhältnisse machten sich Gegner der Süd-Ost-Trasse aus allen betroffenen Regierungsbezirken Bayerns auf den Weg nach Pegnitz und zeigten damit, dass der Widerstand des Aktionsbündnis gegen die Süd-Ost-Trasse erst aufhören wird, wenn die Trasse endgültig und dauerhaft aus dem Bundesbedarfsplangesetz verschwunden ist.

Ein Sternmarsch von drei beeindruckenden und von den Treffpunkten Süd und Nord sogar je über 1km langen Fackelzügen boten ein überwältigendes Bild; das Ende der Fackelzüge war aus der ersten Reihe an keinem Punkt der Strecke auch nur zu erahnen. Die verschneite Landschaft bot die perfekte Kulisse für das Feuer, das niederschlagsfreie und windstille Wetter während der Veranstaltung meinte es gut mit den TeilnehmerInnen. Damit dürfte bewiesen sein, dass Petrus ebenfalls gegen die Süd-Ost-Trasse ist.

Einige kurze und knackige Ansprachen am Versammlungsort, eine spektakuläre Feuershow von Esh Haleyla aus Pegnitz (die für den guten Zweck auf Ihre Gage verzichteten, wofür wir herzlich danken!) und die Verbrennung eines etwa 8 Meter hohen Strommastmodells waren die Höhepunkte der Veranstaltung, zu der sich zu unserer Freude eine ganze Reihe von Abgeordneten und anderen Mandatsträgern fast aller Parteien eingefunden hatten, um mit ihrer Teilnahme die Ablehnung der unnötigen Trasse zu dokumentieren.

Zwei Tage vor Ende des Energiedialogs sendete die Veranstaltung ein weithin sichtbares und unüberhörbares Signal an unseren Ministerpräsidenten Seehofer und Ministerin Aigner: Wir werden die Staatsregierung weiterhin in ihrer Ablehnung der unnötigen Süd-Ost-Trasse tatkräftig unterstützen, aber auch genauso vehement die Einhaltung des im vergangenen Sommer gegebenen Versprechens einfordern, dass die Süd-Ost-Trasse nicht kommen wird. Wir erwarten vollen Einsatz unserer gewählten Vertreter bei den Verhandlungen in Berlin, um dieses Ziel tatsächlich zu erreichen. Sollte man uns aber herausfordern, dann muss sich die Politik noch wärmer anziehen, als wir uns bei der Kundgebung im winterkalten Pegnitz. Wir bleiben wachsam!

Weitere Informationen finden Sie unter Presseberichte und TV- u. Radioberichte.

 

•••

NK vom 25.11.2014, Seite 14 – Leserbriefe

 

THEMA: GLEICHSTROMTRASSE 

Zum Leserbrief von Derek Butter „Erwarte Sachlichkeit“, Kurier vom 20. November. 

 

Es geht nur um Durchleitung 

THEMA: GLEICHSTROMTRASSE Zum Leserbrief von Derek Butter „Erwarte Sachlichkeit“, Kurier vom 20. November.

In dem Leserbrief wird in Reaktion auf den Bericht über die Veranstaltung zum aktuellen Stand der Planungen für die Gleichstromtrasse Süd-Ost zurecht Sachlichkeit eingefordert. Die angeführten Kritikpunkte beziehen sich dann aber vor allem auf einen sicher konstruktiv gemeinten Vorschlag eines Gasts der Veranstaltung und die Ansprache des Bürgermeisters der Stadt Pegnitz, der nach eigener Aussage zu Beginn der Rede eine „politische Bewertung“ der Lage vornehmen wollte; dabei darf naturgemäß auch polarisiert werden.

Im von der Bürgerinitiative „Pegnitz unter Strom“ gestalteten Hauptteil der Informationsveranstaltung war die geforderte Sachlichkeit jedoch oberstes Gebot und es wurde versucht, die Bevölkerung mit belegten Zahlen, Fakten und Zitaten möglichst objektiv zu informieren. Auch wenn es, wie der Autor des Leserbriefs moniert, kaum zu glauben ist, so heißt es auf Seite 43 des jüngst erschienenen 2. Entwurfs des Netzentwicklungsplans 2014 der Übertragungsnetzbetreiber tatsächlich wörtlich: „In Deutschland kommen Transite in den verschiedenen Szenarien (das sind die Zukunftsprognosen der Netzbetreiber) in rund 81 bis 94 Prozent der Stunden vor. Transite kommen vornehmlich aus Skandinavien und werden nach Südwesten durchgeleitet.“ Es geht dabei also nach eigenen Aussagen der Netzbetreiber um die gebührenpflichtige Durchleitung von Strom aus Skandinavien ins südwestlich gelegene Ausland und keineswegs um die Versorgung Süddeutschlands.

Ein weiteres Zitat aus dem Netzentwicklungsplan belegt, warum der Bau solcher Leitungen für die Netzbetreiber extrem attraktiv wäre, zusätzlich zur gesetzlich garantierten Rendite von erstaunlichen 9,05 Prozent, die von den Stromkunden aufgebracht werden muss. Auf Seite 260 wird eine Entlastung des bestehenden Wechselstromnetzes als Ziel der Leitung formuliert, wodurch „höherer grenzüberschreitender Handel“ zum angeblichen Vorteil von „Deutschland, Polen und Tschechien“ ermöglicht werden soll. Unverhohlen wird der Stromhandel mit Polen, wo etwa 75 Prozent des Stroms aus Kohle erzeugt wird, und Tschechien, wo der Ausbau des Atomkraftwerks Temelin von zwei auf vier Blöcke genehmigt wurde, als Grund für den Bau der Leitung angeführt. Als dritter Hauptpunkt wurde dann noch auf Basis von Daten des Umweltbundesamts der Nachweis geführt, dass über die Trasse trotz kosmetischer Verlegung des nördlichen Anfangspunkts zu einem großen Teil umweltschädlicher und klimafeindlicher Braunkohlestrom transportiert werden würde. Es gibt also eine Menge Argumente, weshalb diese Leitung nicht gebaut werden darf und warum wir nicht bereit sind, dafür unsere Heimat zerstören zu lassen.

BI „Pegnitz unter Strom – für eine Heimat ohne Monstertrasse“

 

 

•••

Brief von Irene Teichmann aus Eckental - März 2014

BRAUNKOHLESTROM IST ENERGIEWENDE RÜCKWÄRTS – EIN ANDERER ASPEKT 

In Franken wehren sich Bürgerinnen und Bürger gegen den Bau von STROMTRASSEN vor ihrer Haustür oder hinter ihrem Garten; in der Lausitz wehren sich Bürgerinnen und Bürger gegen das Abbaggern ihrer Dörfer, von Wäldern, Wiesen, Flüssen und Seen. Dieser Widerstand hat erst auf den zweiten Blick etwas gemeinsam: Er richtet sich gegen den weiteren Ausbau der Braunkohle-Verstromung, gegen die Erschließung neuer Tagebaue, auch in der Lausitz.

„Gott hat die Lausitz geschaffen, aber der Teufel hat darunter die Kohle versteckt.“ Dieses sorbische Sprichwort wird sehr oft zitiert, wenn es um den Braunkohlenbergbau in dieser Region geht. Und prägnanter ist das Dilemma, in das wir Menschen die Lausitz und damit uns getrieben haben und noch immer treiben, kaum zu beschreiben. 

Ich bin in der Niederlausitz, mitten im Senftenberger Braunkohlerevier aufgewachsen. Als Kind habe ich an der Hand meiner Eltern oft staunend in die Erde, in die Tagebaue, geschaut. Was Menschen alles können, dachte ich dann. Später habe ich gelernt, einen Kachelofen mit Braunkohlebriketts anzuheizen, und ich wärmte mich daran. Ich wusste, dass um unser Dorf herum andere Dörfer den Tagebauen weichen mussten, ich sah, wie Gräben, Flüsse und Straßen verlegt wurden, damit die Kohle darunter herausgeholt werden konnte. Ich erlebte auch mit, wie in der Niederlausitz  die Städte wuchsen, wie aus der einstmals rückständigen Region das Energiezentrum der DDR wurde. Es schmückte sich in den 70er Jahren mit einem See, der aus einem ausgekohlten Tagebau entstanden war, dem Senftenberger See. Damit war eine Vision geboren, was „nach der Kohle“ aus meiner Heimat mit den Tagebaurestlöchern, den Kippen, den begradigten Flüssen und Bächen und den endlosen Kiefernwäldern einmal werden könnte: Ein Stück neue Natur, ein unendliches Seenland.

In der Lausitz sind seit den zwanziger Jahren des 20. Jahrhunderts 136 Orte ganz oder teilweise überbaggert worden. Damit verschwanden nicht nur Gehöfte, Schulen, Kirchen, Werkstätten, Straßen und Plätze, sondern auch soziale und kulturelle Gemeinschaften. Und in den nächsten Jahren sollen weitere der Kohle geopfert werden! Die Begründung: Unser Energiehunger und die Angst vor weiterer De-Industriealisierung der Lausitz. Energie können wir mittlerweile auch mittels Sonne und Wind erzeugen; was aus der Lausitz ohne Kohle werden könnte, das wäre ein Thema, über das zu sprechen wäre, vor Ort vor allem, aber auch in der gesamten Gesellschaft.

Viele Jahre hofften die Menschen in der Lausitz, mit einem kühnen Werk, einem künstlichen Seenland, ein Urlaubsparadies zu schaffen, das Touristen von überall anlocken werde. Jetzt fangen sie an zu lernen, dass sie ein Experiment gestartet haben, von dem sie nicht wissen, wie es ausgehen wird. Damit es gelingen kann, bedarf es großer Anstrengungen, außerordentlicher Kreativität und vieler Steuergelder. Denn die durch den Bergbau vielfach geschundene Natur lässt sich nicht immer überlisten. Manchmal wehrt sie sich. Die Spree und die Schwarze Elster verockern, der aufgekippte Boden rutscht, das durch den Bergbau abgepumpte Grundwasser kehrt zurück. Außerdem kann der Tourismus nur ein wirtschaftliches Standbein der Region sein.

Ich beobachte das alles mit großer Sorge und habe doch die Hoffnung, dass die traditionellen Vorstellungen von der Lausitz als „Energieregion“ keine Zukunft haben werden, sondern dass das „Weiter-so“ überwunden werden kann, auch im Dialog zwischen Stromtrassen- und Tagebaugegnern und den Bergbau-Befürwortern.

 

Irene Teichmann wuchs in der Niederlausitz auf und studierte in Leipzig Kulturwissenschaften und Deutsche Literaturgeschichte. Ihr Berufsleben begann sie 1973 als redaktionelle Mitarbeiterin beim Sender Cottbus und beendete es 2011 als Redenschreiberin bei der Stadt Lauf an der Pegnitz. Heute lebt sie in der Nähe von Nürnberg und schreibt Bücher. Beim NORA Verlag Berlin sind von ihr bisher zwei Kinderbücher und eine Lausitzer Heimatkunde erschienen.

  • Kohle1
  • Kohle2
  • Kohle3
  • Kohle4
  • Kohle5
  • Kohle6
  • Kohle7

Simple Image Gallery Extended

Fotos: Rolf Radochla 

 

 

•••

Am 05.03.14 hat Frau Habscheid-Knorre uns gebeten diesen Beitrag bei Facebook zu posten, da er vor der Stadtratswahl nicht gedruckt werden sollte (über 1700 Personen haben diesen Beitrag auf Facebook innerhalb weniger Tage gelesen): 

Hallo, diesen Leserbrief habe ich als Reaktion auf den Beitrag von Hr. Brand (Kurier Beitrag, 1./2.März-Rubrik: Kuri(er)oses) geschrieben. Mir wurde mitgeteilt, dass Stellungnahmen/Leserbriefe von Stadtratskandidaten nicht veröffentlicht werden. Uns (Kandidaten) wird hier ein "Knebel"verpasst und sollen alles kommentarlos hinnehmen. Ich und meine Familie sind in der Angelegenheit "Stromtrasse" direkt betroffen. Daher auf diesem Wege die Veröffentlichung - Ich wäre euch dankbar, wenn ihr diesen Beitrag teilen könntet!!!

 

An die Redaktion des Nordbayrischen Kuriers

Lokalredaktion / PegnitzLeserbrief zu Stefan Bands´s Kurier-Serie „Kuri(er)oses vom 1./2. März 2014

Sehr geehrter Hr. Brand,

die Deutsche Sprache bietet schon was: „ wutbürgerlich“, „Zornespost“,„Schaum-vor dem –Mund-Dauerträger“, Lyncht-ihn-Fanatiker“, „Betroffenheitschor“ und letztendlich der böse, böse“ Feder-ins- Leserbriefgift“ tauchende Leser des Kuriers. Als letztere möchte ich zu ihrer Kurierserie „kuri(er)oses doch einiges „abgiften“. Von einer am 15.02. stattgefundenen „künstliche auf die Beine gestellten Anti-Trassen-Demo“ ( Zitat: Stefan Brand) ist hier die Rede und von der von Ihnen grob geschätzten „80 Prozent plus x“ der Teilnehmer, die keine Ahnung hatten worum es da eigentlich ging. Abgesehen von Ihnen natürlich, der „mit Verlaub“ mehrfach versichert, dass er ja gegen die Stromtrasse sei. Nun von all den Männern, Frauen, Omas, Opas, Kindern , Enkelkindern, Arbeitern, Angestellten, Ärzten ,Rechtsanwälten, Kommunalpolitikern u.a. die dort demonstrierten und kundtaten wie Ihre Einstellung zu der Stromtrasse ist, haben Sie mit „Kennerblick“ gesehen, dass ja nur ca. 20 % überhaupt wissen worum es ging- alle Achtung welche Menschenkenntnis! Dass all diese Leute aus eigenem Antrieb sich zusammenfanden um zu demonstrieren geht offensichtlich über Ihre Vorstellungskraft hinaus. Offenbar ist eine solche Demonstration für Sie nur vertretbar, wenn sie im stillen Kämmerlein geschieht und nicht in der möglichst größten Öffentlichkeit, die sich bietet. Wohl darf hierzu auch nicht – nach ihrer Ansicht- aufgerufen werden, da es ja sonst „künstlich auf die Beine gestellt“ ist. Kurz gesagt- ich finde es höchst unpassend für den Redakteur einer örtlichen Redaktion so überheblich aufzutreten. Ihr Aufruf zu einem vernünftigen Umgang mit unterschiedlichen Sichtweisen ist richtig, aber es muss auch akzeptiert werden, dass – gerade beim Thema –Stromtrasse- auch Emotionalität erlaubt sein muss, gerade in Anbetracht der Aufdoktrinierung dieses Projekts von Oben ohne Rücksicht auf die betroffenen Menschen. Sich von Ihnen als „Schaum-vor-dem-Mundträger“ betiteln zu lassen mag ja bildlich gut nachvollziehbar sein. Aber „mit Verlaub“ wutbürgerlich muss man manchmal auftreten um überhaupt von Politikern bemerkt zu werden. Ich würde daher auch eher von „mutbürgerlichem“ Auftreten sprechen.

Elisabeth Habscheid-Knorre, Pegnitz

 

 

•••

Modell im Maßstab 1:87: 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Joomla templates by a4joomla